Episode 1: Tomasa Nights

Mit Stolz und Schweiß auf der Stirn präsentieren wir die allererste Episode unserer neuen Recording-Plattform „Band läuft“!

Der Song „Tomasa Nights“ ist eine Komposition des Berliner Gitarristen Michael Behm und ganz klar an die Großen Gitarristen des Smooth Jazz angelehnt.

Musiker:

Michael Behm – Gitarre
Christian Radtke – Keyboards
Stephan Pfaff – Bass & Percussion
Peter Wanitschek – Schlagzeug

Equipment:

Drums:

Da wir die Instrumente nacheinander aufgenommen haben, kamen die Drums natürlich als erstes an die Reihe.
Michael schwebte ein moderner Drumsound im Ohr, daher griff Peter für die Recording-Session zu seinem Oak Custom Yamaha Drumset, welches wie folgt mikrofoniert wurde:

Kick 22×17,5 (mit Evans Emad coated Fell) – Audix D6 & Yamaha Sub Kick

Toms (mit Evans G2 Clear Fellen)
10×8 Tom I – Audix D2
14×14 Tom II – Sennheiser e604
16×16 Tom III – Sennheiser e604

Snare Yamaha Vintage 14×6 (mit Evans G1 coated) – SM57 als top und Audix D2 als bottom Mic

Becken – 2 x Audix ADX 51 als Overhead sowie Beyer Ribbon M160 für die HH.
14″ Meinl Byzance Trad. ThinHats
18″ Meinl Thin Crash Byzance Jazz
6″ Meinl Splash Byzance Trad.
16″ Meinl Thin Crash Byzance Trad.
22″ Meinl Byzance Spectrum Ride
18″ Meinl Thin Crash Byzance Trad.

Dazu noch ein Sennheiser 441 inmitten des Sets sowie ein Beyer M201 Raummikrofon.

Das alles lief durch einen RME OctaMic- und einen QuadMic-Preamp in ein RME UCX Audio-Interface.

Mehr Infos zu Peter findet ihr auf www.peterwanitschek.de.

Drums_20mmDrums_45mm

Tomasa Nights - Peter 1 Drums_50mm


Bass:

Wie vom Komponisten gewünscht, kam für die tiefen Töne Stephans Yamaha TRB-JPII John Patitucci Signature Bass mit nachträglich implantierter U-Retro Deluxe-Elektronik zum Einsatz. Das Signal wurde zunächst von einem EBS Billy Sheehan Signature Drive komprimiert (nicht verzerrt), dann in einem Aguilar Tone Hammer Pedal geformt und anschließend durch einen UA LA-610 MKII durch Röhren geschickt und nochmals leicht komprimiert.

Mehr Infos zu Stephan findet ihr auf www.stephanpfaff.de.

Bass_50mm Bass_45mm Bass_14mm Universal-Audio-Kopfzeile.jpg


Keyboards:

Die Keys wurden in drei Instanzen von Christian Radtke über seine MOTU Ultralite MK3 ins Logic 9 eingespielt…

1. Instanz:
Ein gutes altes und vor allen Dingen ECHTES Fender Rhodes Mark II 73, gebaut 19. Woche 1981! Das Rhodes wurde zuvor vom Rhodes Service Berlin überholt und gestimmt.
2. Instanz:
Die cremigen Flächen stammen von einem Oberheim Matrix 1000 aus dem Jahr 1988. Da der Matrix lediglich einen Monoausgang besitzt, wurde ein alter Trick angewandt: Doppelt aufnehmen und dann ganz hart links und rechts pannen. Natürlich sollte auch ein wenig Chorus nicht fehlen. Bassist Stephan ärgert sich mit jedem Tag mehr, dass er einst seinen Matrix für nur 280€ verkauft hat. 😉
3. Instanz:
In Ermangelung eines echten DX7 griffen wir auf den FM8 von Native Instrument zurück. Es handelt sich um ein originales DX7-SysEx-File und ergänzt das Rhodes und den Oberheim mit glockigen Sounds in den Höhen.

Der FM8 sowie der Oberheim wurden über eine Tastatur eines Yamaha P80 mit DIY-MIDI Elektronik auf Basis von MIDIbox (www.ucapps.de) eingespielt. Das passende Gehäuse hat Christian selbst gebaut!

Mehr Infos zu Christian findet ihr auf www.christianradtke.com.

Keys_DX7_20mm 2 Keys_DX7_45mm Keys_OB_20mm Keys_OB_front Keys_Rhodes_20mm


Gitarre:

Für die Aufnahmen der Archtop (Epiphone Emperor Regent) wurde ein Polytone Minibrute Amp verwendet. Mikrofoniert war dieser mit einem Neumann TLM 103 und einem T-Bone RB 500 Bändchen-Mikrofon.  Für etwas mehr „Luft“ im Sound sorgt das Neumann TLM 193 vor der Gitarre.

Mehr Infos zu Michael findet ihr auf www.michaelbehm.de.

Guitar_14mm Guitar_45mm Guitar_50mm P1150120 P1150122


Ihr habt Fragen zu den Aufnahmen oder zum Mix? Nutzt einfach die Kommentarfunktion. Wir freuen uns sehr über konstruktives Feedback!

 

4 Gedanken zu „Episode 1: Tomasa Nights

  1. Hallo zusammen,

    toller Sound, klingt sehr schön authentisch und lebendig. Dazu hätte ich die Frage, inwiefern die einzelnen Instrument oder aber die Summe über einen Kompressor geschleift wurden?

    viele Grüße
    Ralf

    1. Hallo Ralf,

      Bis auf das Rhodes und die Synth’s habe ich alle Signal mehr oder weniger komprimiert. Der Bass lief schon bei der Aufnahme über den Kompressor des UA Preamps. (Siehe Beschreibungen im Eintrag) Für alle anderen Signale habe ich mit Plugins gearbeitet. Hauptsächlich kamen die Renaissance Plugins von Waves zum Einsatz. Den Bass uns die Drums habe ich dann auch noch einmal gemeinsam mit dem SSL Compressor von Waves komprimiert. Auf der Gesamtsumme habe ich, um den Mix auf eine gewisse Lautstärke zu bringen, den L3LL Multimaximizer von Waves benutzt.
      VG
      Micha

  2. Toll gespielt und sehr guter Sound! Da freut man sich doch schon mal auf die nächste Episode…
    Könntet ihr mal erklären, wozu das 441 mitten im Set gut war und wie dieses Signal in den Mix eingebunden wurde?

    1. Hallo Oliver,

      schön, dass es Dir so gut gefällt!
      Peter benutzt das 441 zusätzlich zu der „klassischen“ Mikrofonierung in letzter Zeit sehr gerne. Ich habe das Mic, nachdem ich die Drums soundtechnisch auf einem gewissen Niveau hatte, einfach mittig im Panorama ein wenig hinzugeschoben. Die Drums kriegen nach meinem Empfinden einfach ein bisschen mehr Charakter und werden noch plastischer abgebildet. Bearbeitet habe ich das Signal des 441 eigentlich nur – zusammen mit allen anderen Schlagzeugsignalen – mit dem SSL Masterbus Compressor.
      VG
      Micha

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