Episode 2: Bring Back The Funk

Musiker:

Stephan Pfaff – Komposition, Bass, Synths & Video
Michael Behm – Gitarre & Audiomix
Christian Radtke – Keyboards
Peter Wanitschek – Schlagzeug

Equipment:

Bass, Synths, Komposition:

Stephan über das Recording von Bass und Synths:
Für die Bassspur habe ich meinen Duesenberg Motown Bass benutzt, von dem ich drei Spuren aufgenommen habe. Zunächst ging das Signal durch ein altes DOD FX25B Touch Wah in ein EBS Billy Sheehan Signature Drive, von dem jedoch ausschließlich der Compressor benutzt wurde, danach in ein Tech 21 VT Bass DI . Hier wurde die erste Spur direkt über den XLR out aufgenommen,  gleichzeitig ging es aus dem parallelen Ausgang in einen Aguilar Tone Hammer 500, von dem die zweite Spur ebenfalls über den DI Out abgenommen wurde, in einen Epifani UL210 Speaker, welcher zu guter letzt mit einem Sennheiser Black Fire 521 durch einen Universal Audio LA-610 MKII abgenommen wurde.

Das Recording der Synthesizer gestaltete sich dagegen deutlich simpler: Auf einer Novation Bass Station II habe ich zum einen die Melodie gespielt, zum anderen den E-Bass in den Strophen gedoppelt. Dazu kamen kleine Akzente mit einem Vocoder aus einer Novation Ultranova. Aus beiden Synths bin ich mono direkt in die Soundkarte gegangen. Für das Delay auf dem Vocoder und der Melodie wurden die Signale anschließend durch ein Strymon El Capistan gesendet und stereo aufgenommen, damit Michael das Dry-Wet-Verhältnis im Audiomix frei wählen konnte.

Bass und Synths wurden komplett mit einer Focusrite 18i20 in Logic Pro X aufgenommen.

Mehr Infos zu Stephan findet ihr auf www.stephanpfaff.de.

Duesenberg  Vocoder Novation Bass Station II Melody


Gitarre:

Zur Gitarrenaufnahme schreibt Michael:
Bei der Aufnahme zu „Bring Back The Funk“ habe ich mich entschieden mit meiner relativ neuen Squier Classic Vibe Telecaster, die sich wirklich toll spielt und auch super klingt, aufzunehmen. Für die Verstärkung kam mit  dem „Fender Super Champ XD“ (Channel 1) ein ebenso preisgünstiger und dennoch gut klingender Amp zum Einsatz, der mit einem Sennheiser E606 und einem T-Bone RB 500 Ribbon Mikrofon mikrofoniert war. Das RB 500 sorgt hierbei für etwas mehr Charakter im Sound.
Neben meinem Dunlop Cry Baby Wah habe ich noch Stephans Eigenbau „The Plus“ benutzt, ein Clone des MXR Distortion plus, den es als Bausatz bei Musikding.de gibt und welcher im Intro, Unisono- sowie im Solopart zu hören ist. Beide Mikrofonsignale gingen in die beiden Preamps meines Motu Ultralite Interfaces.

Mehr Infos zu Michael findet ihr auf www.michaelbehm.de.

Cry Baby & das Plus Fender Amp & MicsMic & Cry Baby Squier Telecaster


Drums:

Für die Schlagzeugaufnahmen verwendete Peter ein original Hayman Showman Kit Drumset in Midnight Blue von 1968 / 1969. Alle Signale wurden mit einer Focusrite Scarlett 18i20 sowie Focusrite Octopre MKII Dynamik in Logic Pro X aufgenommen.

Kick 22×14 – Audix D6, ShureBeta91A, Audio Technica AT4040

Toms 12×8 & 16×16 – Sennheiser e604

Snare: Yamaha Vintage 14×6 – Shure SM57 & Audix D2

Becken – 2 x Audix ADX 51
15″ Meinl Byzance Jazz HH (Custom Shop) – Audix ADX 51
20″ Meinl Byzance ExtraDry Thin Crash
22″ Meinl Byzance Med. Jazz Ride
20″ Meinl Byzance Extra Thin Hammered Crash

Room Mono I – Beyer M201  (1m)
Room II Stereo – Sony Cam Mic (1m)

Außerdem wurde ein Sennheiser MD441 inmitten des Drumsets positioniert.

Die Percussion Aufnahmen wurden ebenfalls mit dem Audio Technica AT4040 aufgenommen.

Mehr Infos zu Peter findet ihr auf www.peterwanitschek.de.

Peter Wanitschek Drums oben
Conga Peter 2


Keyboards:

Die Keys wurden in der zweiten Episode erneut von Christian Radtke gespielt, er hat dabei die folgenden Instrumente benutzt.

1.
Der Orgelsound stammt aus einem Nord Stage EX Compact, wurde danach durch einen H&K Crunchmaster in einen Dynacord Eminent II (Transistorvor- / Röhrenendstufe) geschickt und landete am Ende in einer Leslie Sonderanfertigung mit 15“ Bassspeaker. Die Hörner des Leslie wurden mit zwei Sennheiser SM57, der Tieftöner mit einem Audio Technika AT4040 abgenommen.
2.
Ein Fender Rhodes Mark I Suitcase von 1979, zum einen direkt über den Stereo-Lineout, zum anderen über den Fender Rhodes Mark I Suitcase Speaker, ebenfalls von 1979 abgenommen.

Alle Keys wurden mit einer Focusrite Scarlett 18i20 sowie teilweise einer Focusrite Octopre MKII Dynamik in Logic Pro X aufgenommen.

Mehr Infos zu Christian findet ihr auf www.christianradtke.com.

Christian 1 DynacordKeys RhodesLeslie Leslie front


Audiomix:

Zum Mix schreibt Michael:

In Stephans Song treffen zwei Welten aufeinander: Zum einen der typische Funksound aus dern 70/80er Jahren, den wir teilweise mit dem passenden Vintage-Equipment instrumentieren konnten. Zum anderen aber auch eine durchaus moderne Komponente, welche z.B. der Synthbass widerspiegelt.
Diese beiden Parts stimmig zusammenzubringen, war das Ziel im Mix. Daher wollte ich einen Sound, der zwar typische Züge einer älteren Aufnahme hat, gleichzeitig aber auch sehr druckvoll und modern klingt. Ich habe bei diesem Mix das erste mal die Neve Konsolen Simulation von Slate Digital auf allen Kanälen, Auxwegen und auch auf der Gesamtsumme benutzt und muss sagen, dass diese einen wirklich positiven Effekt auf die Signale hat, der aber eher unterschwellig wahrnehmbar ist. Um den Signalen eine gewisse Portion Vintage Flair zu verleihen, habe ich immer wieder das „Satin“ Plugin von U-he verwendet, das eine, für meinen Geschmack, sehr gelungene Tape Simulation darstellt. Mit diesem Plugin hatte ich nicht nur die Möglichkeit die Drums auf eine bestimmte Weise zu komprimieren bzw. zu färben, sondern z.B. der Orgel und der Gitarre einen „leiernden“ Sound, welcher bei der Abnutzung eines Tapes auftritt, zu verpassen. Eine Herausforderung war, den Bassanteil der beiden Bässe (E-Bass und Synthbass) in ein stimmiges Verhältnis zu bekommen, so dass beide Instrumente an wichtigen Stellen auch vom Zuhörer genügend wahrgenommen werden. Hierfür musste ich die Signale des Öfteren automatisieren.

Satin


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